Trotz Inflation wird hohes Wirtschaftswachstum für 2011 erwartet

Konjunktur

17.03.2011 - Die Wachstumsprognosen für 2011 bleiben mit einem realen Wachstum von 2,5 Prozent günstig – trotz der deutlich gestiegenen Energiepreise und der Inflation.

Das meldet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Demnach sind die Energiepreise seit den Unruhen in Libyen im Februar 2011 um gut zehn Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Auch zahlreiche Rohstoffe seien in letzter Zeit teurer geworden.

Inflation in Deutschland hält sich in Grenzen

Dennoch seien die Inflationserwartungen für Deutschland relativ moderat: Im Februar 2011 hätten Experten der Consensus Economics in London eine Inflationsrate von 1,9 Prozent prognostiziert.

Die steigenden Preise beeinflussen laut IW Köln die Konjunktur. Der Grund: Deutsche Verbraucher hätten weniger Geld für Konsumgüter übrig, wenn sie mehr für Benzin und Heizöl zahlen müssen.

Trotz dieser Bremseffekte rechneten die Konjunkturforscher im Februar damit, dass der reale private Verbrauch 2011 um 1,5 Prozent steigen wird.

Wachstum von 2,0 bis 3,6 Prozent prognostiziert

Damit bleibe die deutsche Wirtschaft 2011 auf Wachstumskurs: Laut Consensus Forecasts vom Februar 2011 wird das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 2,5 Prozent zulegen.

Inzwischen gingen selbst die pessimistischsten Konjunkturforscher für 2011 von einem BIP-Anstieg um zwei Prozent aus. Die höchste Prognose liege bei 3,6 Prozent. Wachstumsmotoren seien der private Konsum und die Investitionen der Unternehmen. (uqrl)

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