Weniger Bürokratie für Kleinstunternehmen geplant

EU-Initiative

24.11.2011 – Die EU-Kommission plant, kleine Unternehmen ab Januar 2012 von bürokratischen Lasten weitgehend zu befreien.

Dazu hat die EU-Kommission mehrere Initiativen in einem Bericht vorgestellt, die die Verwaltungshürden für kleine und mittlere Betriebe reduzieren sollen.

Mehr Ausnahmen, mehr Einfluss

Die Kommission will Kleinstunternehmen möglichst von EU-Rechtsvorschriften ausnehmen oder spezielle Regelungen einführen, um den bürokratischen Aufwand für diese Unternehmen auf ein Minimum zu begrenzen.

Außerdem wolle die EU dafür sorgen, dass Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mehr Einfluss auf die Gestaltung neuer EU-Initiativen nehmen können.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso: "Die Kleinstunternehmen spielen eine zentrale Rolle beim wirtschaftlichen Aufschwung, sind aber zugleich am stärksten gefährdet. Die Einhaltung von Vorschriften kann sie zehnmal mehr kosten als große Unternehmen."

Zentrale Maßnahmen gegen bürokratische Hürden

Insgesamt werde die Kommission ab Januar 2012:


  • die Suche nach Ausnahmeregelungen oder weniger strengen Anforderungen für Kleinstunternehmen in bestehenden und künftigen EU-Rechtsvorschriften intensivieren
  • die Verfahren ausbauen, mit denen Kleinstunternehmen und andere KMU im Zuge der Überarbeitung bestehender EU-Rechtsvorschriften und der Ausarbeitung neuer EU-Gesetze angehört werden 
  • alljährlich so genannte Scoreboards ("Anzeiger") erstellen, um den konkreten Nutzen für Unternehmen zu bewerten und sicherzustellen, dass ihre Bedürfnisse und Interessen auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Initiative im Rahmen des "Small Business Act"

Die Initiative ist der EU-Kommission zufolge Bestandteil des "Small Business Act", mit dem die Kommission vor allem kleinen und mittleren Unternehmen einen vereinfachten Rechtsrahmen bieten will. (uqrl)

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