Wirtschaft wächst langsamer

Konjunktur

22.09.2011 – Im Jahr 2012 wächst die deutsche Wirtschaft nur noch um knapp 1,25 Prozent, nach drei Prozent in diesem Jahr – so jedenfalls lautet die Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Dem Institut zufolge werden weder Deutschland noch die globale Konjunktur in eine Rezession abgleiten. Dafür sorgten aufstrebende Schwellenländer wie China, die kräftig in Deutschland und der Welt einkaufen.

Im- und Exportzahlen sinken

Der deutsche Außenhandel werde dennoch einen Dämpfer erleiden: Er wächst der Prognose zufolge 2012 nur noch um drei Prozent, nachdem er 2011 ein Wachstum von rund acht Prozent erreicht. Auch das Wachstum bei den Importen nach Deutschland schwäche sich voraussichtlich um mehr als die Hälfte ab.

Laut IW Köln wird die Zahl der Arbeitslosen 2012 auf jahresdurchschnittlich rund 2,8 Millionen sinken. Das beschere der Staatskasse höhere Steuereinnahmen. Die Folge: Durch die geringere Neuverschuldung dürfte der Etat 2012 fast ausgeglichen sein.

EU-Wirtschaftwachstum ebenfalls gebremst

Die EU-Kommission legte ebenfalls einen Bericht zur Lage der Industrie in der EU vor. Auch aus diesem Bericht geht hervor, dass die EU-Wirtschaft weiterhin wächst – wenn auch langsamer.

Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani, zuständig für Industrie und Unternehmen in der EU: "Unserer Wirtschaft geht es besser als vor der Krise. Das zeigen auch die guten Konjunkturdaten Deutschlands und Frankreichs vom Juli. Aufgrund der nachlassenden Erholung der Wirtschaft müssen wir jedoch rasch handeln und weiter Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit fördern."

Gebremst wird die Dynamik des Aufschwungs laut EU-Kommission durch hohe Preise für Energie und andere Produktionsmittel, Versorgungsprobleme nach dem Erdbeben in Japan, Sparmaßnahmen in einigen Ländern und anhaltende Einschränkungen beim Zugang zu Finanzierungsquellen. (uqrl)

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