17.01.2011 - 2009 gab es 4,2 Millionen Selbständige in Deutschland. Das sind 1,2 Millionen und damit 38,8 Prozent mehr als 1991.
Darüber informiert das Institut für Mittelstandsforschung (ifo) Bonn. Die Daten stammten aus dem Mikrozensus.
Demnach wurden 2009 in Deutschland insgesamt 38,7 Millionen Erwerbstätige im Jahresdurchschnitt ermittelt.
Davon seien 4,2 Millionen selbständig gewesen und 245.000 mithelfende Familienangehörige. 34,2 Millionen Deutsche seien beschäftigt gewesen als Beamte, Angestellte, Arbeiter oder Auszubildende. Insgesamt habe die Selbständigen-Quote 2009 damit bei 10,9 Prozent gelegen.
Laut ifo Bonn ist die Zahl der Selbständigen in Deutschland seit 1991 stetig gestiegen, jedoch von 2006 bis 2008 leicht zurückgegangen. 2009 sei ihre Zahl allerdings wieder auf dem Niveau von 2007 gelandet.
Mögliche Ursachen für den Rückgang von 2006 bis 2008: die deutliche Zunahme der Erwerbstätigkeit aufgrund der guten konjunkturellen Lage.
Außerdem wurden in dieser Zeit laut ifo Bonn weniger Unternehmen gegründet, weil die entsprechenden Fördermaßnahmen aus der Arbeitslosigkeit heraus geändert worden seien.
Auffällig sei die Zunahme der selbständige Frauen in Deutschland: Ihre Zahl sei von 1991 bis 2009 von 780.000 auf gut 1,3 Millionen angestiegen – eine Zunahme um 68,1 Prozent.
Dagegen sei die Zahl der selbständigen Männer in diesem Zeitraum nur um 28,7 Prozent angestiegen – von knapp 2,3 Millionen auf 2,9 Millionen.
Der Frauenanteil unter den Selbständigen sei damit von 25,7 Prozent auf 31,1 Prozent gewachsen. (uqrl)