18.01.2011 - Rund 60.000 gefälschte Banknoten hat die Bundesbank 2010 registriert – 14 Prozent mehr als 2009. Grund für den Anstieg ist ein blütenreiches erstes Halbjahr 2010.
Laut Bundesbank ist der Gesamtanstieg im Jahr 2010 vor allem auf die ersten sechs Monate zurückzuführen: Im 1. Halbjahr seien mit 33.654 Blüten 22 Prozent mehr Fälschungen registriert worden als im 2. Halbjahr mit 26.298 falschen Banknoten.
Rein rechnerisch entfielen pro Jahr sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner (2009: sechs). Der durch Falschgeld verursachte Schaden habe sich im Vergleich zum Vorjahr von 3,1 auf 3,4 Millionen Euro erhöht.
Mit dieser Bilanz stehe Deutschland im europäischen Vergleich gut da, so Helmut Rittgen, Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank: "Den rückläufigen Trend in der zweiten Jahreshälfte werte ich zudem als ermutigendes Zeichen."
Die Bundesbank informiert noch einmal über die Sicherheitsmerkmale von Euro-Banknoten, damit falsche Banknoten erkannt werden können:
Die Bundesbank empfiehlt außerdem, bei einer verdächtigen Banknote eine zweifelsfrei echte Banknote zum Vergleich heranzuziehen, zum Beispiel einen Euro-Schein aus einem Geldautomaten.
Mit Lupen, Prüfstiften oder UV-Lampen lasse sich nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis erzielen. Diese Hilfsmittel sollten laut Bundesbank mit anderen Prüfmethoden kombiniert werden. (uqrl)