26.10.2010 - Die EU will säumige Zahler zukünftig stärker bestrafen: Beispielsweise müssen Zahlungsmuffel mit automatischen Verzugszinsen rechnen.
Wie die EU-Kommission berichtet, hat das Europäische Parlament grünes Licht für eine entsprechende Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug gegeben.
Laut Richtlinie drohten Zahlungsunwilligen künftig etwa automatisch berechnete Verzugszinsen.
Geplant sei weiterhin, die Verzugszinsen in Höhe von acht Prozent über dem Referenzssatz der Europäischen Zentralbank anzusetzen.
Außerdem sollen die Zahlungsfristen auf einen Zeitraum von 30 Tagen harmonisiert werden. Diese Frist soll gleichermaßen für Behörden und Unternehmen gelten.
Durch die Richtlinie sollen kleine und mittlere Unternehmen schneller zu ihrem Geld kommen, wenn ausstehende Rechnungen nicht bezahlt werden.
Der geplante Liquiditätszuwachs für die Unternehmen durch die geplanten Maßnahmen: 180 Milliarden Euro. (uqrl)