Bargeld verliert bei Geldwäsche an Bedeutung

Marktbeobachtung

27.05.2011 - Immer mehr Deutsche zahlen bargeldlos. Diesen Trend machen sich die Geldwäscher verstärkt zunutze.

Das geht aus einer Marktbeobachtung der Managementberatung Steria Mummert Consulting hervor. Demnach werden immer neue bargeldlose Zahlverfahren für das Internet oder das Mobiltelefon entwickelt, ohne sich ausreichend auf organisierte Kriminelle einzustellen.

Betreiber von Online-Zahlungssystemen oft nicht sorgfältig genug

"Viele führende Online-Firmen liefern sich geradezu ein Wettrennen um die Einführung neuer bargeldloser Zahlungsmittel, ohne dabei das potenzielle Geldwäscherisiko ausreichend zu berücksichtigen", sagt Kilian Strauss. 


Staat, Ermittlungsbehörden und Geldwäschebeauftragte seien meist nur ungenügend über die neuen Methoden informiert – und hinkten in der Prävention und Bekämpfung von virtueller Geldwäsche hinterher. 


Kilian Strauss: "Darüber hinaus fehlt es häufig in Unternehmen, die nicht dem Finanzsektor angehören, an Know-how über die Ausweitung der Berichtspflichten."

Milliardengeschäft beim mobilen Bezahlen zu erwarten

Laut Steria Mummert Consulting wickeln heute etwa zwei Drittel der Kontoinhaber ihre Bankaktivitäten online ab.


Mehr als 40 Prozent der Deutschen wollten künftig mit dem Mobiltelefon bezahlen – ein potenzielles Transaktionsvolumen in Milliardenhöhe, so die Managementberatung. (uqrl)

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