24.02.2011 - Die Qualität der mittelständischen Unternehmensbilanzen hat sich trotz Wirtschaftskrise weiter verbessert – ein Trend, der bereits seit sieben Jahren anhält.
Das gehe aus einer Auswertung von Firmenbilanzen im Auftrag der genossenschaftlichen WGZ Bank hervor.
Dem WGZ-Magazin Initiativbanking zufolge haben Experten des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster dazu 50.000 Firmenbilanzen des Jahres 2009 untersucht.
Dabei seien besonders die Eigenkapitalquote, die Gesamtkapitalrentabilität und weitere wichtige Finanzkennzahlen der Firmen unter die Lupe genommen worden.
Das Ergebnis: Die deutschen Mittelständler konnten selbst während der Rezession ihre Eigenkapitalquote auf dem Rekordhoch von durchschnittlich fast 30 Prozent halten.
Über die höchste Bilanzkraft verfügen laut Auswertung die Energieversorger. Am ungünstigsten sehe es für Unternehmen im Hoch- und Tiefbau aus.
Die verbesserte Bilanzqualität sei vor allem auf ein optimiertes Liquiditätsmanagement zurückzuführen, so Thomas Löcker vom Firmenkundenbereich der WGZ Bank: Der Mittelstand habe eine hohe Bilanzqualität zu schätzen gelernt.
Viele Unternehmen könnten mit einer soliden Bilanz angesichts der guten Konjunkturaussichten wieder durchstarten. (uqrl)