EC-Lastschrift behauptet sich im Handel

Einzelhandel

12.05.2011 - Der Anteil der Verbraucher, die ihre Einkäufe mit EC-Karte und Unterschrift bezahlen, ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zwölf Prozent gestiegen.


Das zeigen die Daten zu Zahlungsarten im Handel, die der Handelsverband HDE gemeinsam mit dem EHI Retail Institute erhoben hat.

EC-Lastschrift im Handel beliebt

Demnach nutzen etwa 80 Prozent der deutschen Handelsunternehmen das Lastschriftverfahren. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: "Das EC-Lastschrift-Verfahren ist kein Auslauf-Modell. Handel und Kunden setzen nach wie vor auf das Bezahlen per EC-Karte und Unterschrift."

 

Die EC-Lastschrift (EC-Karte mit Unterschrift) sei ein einfaches Zahlungsverfahren, das dem Kunden 100prozentige Sicherheit gebe. Laut der Erhebung des HDE zahlen 58 Prozent der Verbraucher bar, 20 Prozent per Girocard oder per Pin.


Genth: "Obwohl die meisten Verbraucher nach wie vor am liebsten bar bezahlen, greifen immer mehr an den Kassen des Handels zur Karte. Der Anteil des Bargelds am Einzelhandelsumsatz sinkt langsam, aber stetig."

Verfahren nicht vom Markt drängen

Genth fordert die EU auf, ihre Entscheidung gegen nationale Zahlungsverfahren zu revidieren: "Das von Brüssel gesetzte Enddatum für nationale Zahlungsarten bedeutet das Aus für das deutsche Lastschriftverfahren. Das wäre ein Schlag für den Wettbewerb der Zahlungssysteme, von dem die Verbraucher hierzulande profitieren." 


Hintergrund: Bis 2012 sollen bargeldlose Euro-Zahlungen über Europas Binnengrenzen hinweg so einfach werden wie im Inland. Diesen Umstellungsprozess will die EU-Kommission beschleunigen. Von dem neuen Verfahren wäre auch das Lastschriftverfahren betroffen. (uqrl)

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