Firmeninsolvenzen 2011 deutlich zurück gegangen

Insolvenzen

13.01.2012 – Im Jahr 2011 gingen 6,2 Prozent weniger Firmen insolvent als im Jahr zuvor. Dieser positive Trend setzt sich 2012 trotz schwächerer Konjunktur voraussichtlich fort.

Wie die Wirtschaftsauskunftei Bürgel meldet, wurden 2011 knapp 30.300 Unternehmensinsolvenzen gezählt – fast 2.000 Insolvenzen weniger als 2010.

Laut der Bürgel-Studie "Firmeninsolvenzen 2011" bewegten sich die Insolvenzzahlen 2011 damit auf dem Niveau von vor der Finanz- und Wirtschaftskrise – weniger Insolvenzen habe es nur 2007 gegeben.

Auch für 2012 sieht Bürgel keine Anzeichen für einen Negativtrend: Die Auskunftei rechnet mit bis zu einem Prozent weniger Firmenpleiten als 2011.

Die häufigsten Ursachen für Firmeninsolvenzen

Firmen gingen am häufigsten insolvent, weil neue Aufträge ausbleiben oder bereits erteilte Aufträge storniert oder verschoben werden. Außerdem sorgten Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen.

Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin: "Selbst gesunde Firmen können in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, denn rund 20 Prozent der insolventen Unternehmen sind von Dominoeffekten betroffen."

Drittens bedrohe die restriktive Kreditvergabe vieler Banken Firmenexistenzen – vor allem bei kleinen und jungen Unternehmen. Innerbetriebliche Fehler sowie fehlendes Eigenkapital verbunden mit Finanzierungsschwierigkeiten sorgten häufig ebenfalls für ein erhöhtes Insolvenzrisiko.

Auch eine falsche Markteinschätzung oder das Fehlen von Wettbewerbsfähigkeit könne zum Scheitern führen.

Weniger Insolvenzen in fast allen Bundesländern

In 15 der 16 Bundesländer sanken die zahlenmäßigen Firmeninsolvenzen. Die einzige Ausnahme: Nordrhein-Westfalen mit einem 3,6-prozentigen Anstieg gegenüber 2010.

Den stärksten Rückgang von minus 15,4 Prozent erlebte Sachsen-Anhalt – dicht gefolgt von Baden-Württemberg (minus 13,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (minus 13,8 Prozent). (uqrl)

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