05.05.2011 - Den meisten Deutschen ist das Thema mobiles Bezahlen nicht ganz geheuer. Ausgeprägte Skepsis besteht auch bei den Jüngeren.
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics, für die mehr als 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt wurden.
Demnach würde mehr als jeder zweite Deutsche mobile Bezahlsysteme auch dann nicht nutzen, wenn alle technischen Voraussetzungen geschaffen wären. Unsicher war sich ein Viertel der Befragten. Lediglich 23 Prozent würden die Technik umgehend einsetzen.
Etwas offener zeigen sich der Umfrage zufolge die unter 45-Jährigen. Skepsis besteht jedoch sogar bei den technik-affinen Jüngeren: Mehr als jeder dritte unter 25-Jährige und fast jeder zweite 25- bis 35-Jährige würde die Technik nicht nutzen.
Ablehnend zeigten sich die Befragten auch in Hinblick auf die Zukunft: 62 Prozent derjenigen, die mobile Bezahlsysteme aktuell nicht einsetzen würden, können sich dies auch in Zukunft nicht vorstellen. Lediglich elf Prozent zeigten sich diesbezüglich offener.
Jedoch seien den meisten Befragten durchaus sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten in den Sinn gekommen, so Studienleiterin Maria Drosdow: "Viele könnten sich beispielsweise vorstellen, mobile Bezahlsysteme an der Supermarktkasse oder an der Tankstelle zu benutzen."
Die Befragten hätten zwar die Vorteile gekannt, so Drosdow – sorgten sich aber wahrscheinlich um die Sicherheit sensibler Daten bei der Datenübertragung: "Der Durchbruch mobiler Bezahlsysteme dürfte daher insbesondere vom Abbau der Sorge um die Sicherheit der technischen Möglichkeiten abhängen." (uqrl)