Nur jeder vierte Mittelständler bilanziert nach neuen Regeln

BilMoG

12.01.2011 - Erst jedes vierte Unternehmen in Deutschland hat die neuen Regeln des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vollständig umgesetzt – obwohl der Jahresabschluss 2010 nach den neuen Regeln erstellt werden muss.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC unter 211 mittelständischen Unternehmen.

Demnach hat jeder zehnte Mittelständler noch nicht einmal mit der Umstellung auf die neuen Bilanzierungsregeln begonnen. Zwei von drei Befragten sind der Umfrage zufolge jedoch dabei, das BilMoG umzusetzen.

Lästige Aufgabe BilMoG-Umstellung

Der Grund für die verschleppte Umsetzung in den Unternehmen: Laut PwC betrachten viele Mittelständler die Anpassung an das BilMoG als lästige Aufgabe, die so lange wie möglich hinausgezögert wird. 


PwC zufolge werde der Umstellungsaufwand vom Mittelstand tendenziell überschätzt. Immerhin 45 Prozent der Unternehmen, die mit der Umsetzung der neuen Regeln noch nicht einmal begonnen haben, erwarteten "eher wesentliche Auswirkungen" durch die Umstellung. 


Diese Ansicht teilten nur 39 Prozent der Unternehmen, die bereits vollständig nach den neuen Regeln bilanzieren.

Unternehmen riskieren die Kündigung laufender Kredite

Eine verspätete Umstellung auf die neuen Bilanzierungsregeln könne negative Folgen für die betroffenen Unternehmen haben. 


PwC-Vorstand Peter Bartels: "Wer beispielsweise seiner Bank keine nach den neuen Regeln erstellte Bilanz vorlegen kann, riskiert, keinen Kredit zu bekommen oder im schlimmsten Fall die Kündigung laufender Kreditvereinbarungen wegen nicht erkannter Auswirkungen auf vereinbarte Kapitalkennziffern." (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: