07.12.2010 - Immer mehr Menschen betreiben ihre Bankgeschäfte mobil mit ihrem iPhone. Jedoch sind drei Online-Banking-Apps in einem Sicherheitstest durchgefallen.
Das Computermagazin c't rät in seiner aktuellen Ausgabe dazu, mit dem iPhone höchstens den Kontostand abzurufen. Auf Überweisungen und andere Aktivitäten sollten die Nutzer laut c't verzichten.
Der Grund: Die drei beliebtesten Programme für das iPhone seien im Sicherheitstest von c't durchgefallen – die Apps iControl, iOutBank und S-Banking.
Alle drei Apps verschlüsseln c't zufolge prinzipiell die sensiblen Daten. Dennoch hätten die Tester jedes Mal Lücken im System gefunden, über die sich beispielsweise Überweisungen manipulieren ließen.
Laut dem c't-Experten Jürgen Schmidt hätten auch die Updates nicht überzeugen können, die die Hersteller nach der Kritik vorgenommen hätten.
Anwender sollten ihr iPhone deshalb lediglich zur gelegentlichen Kontrolle von Kontostand und Umsätzen einsetzen. Dabei riskiere man, seine PIN und Kontoinformationen preiszugeben. Jedoch könne man einen direkten finanziellen Verlust ausschließen.
Außerdem sollte man ein sicheres Passwort setzen, so c't: Am besten eines mit mindestens zehn Buchstaben bzw. Ziffern, ohne Großbuchstaben oder Zahlen sogar eher mit zwölf 12 Zeichen.
Weiterhin sollten User die Code-Sperre aktivieren: Sie schütze zumindest vor zufälligen Findern und Gelegenheitsdieben.
Eine zusätzliche Option lösche die Inhalte des iPhones, sollte der Code zehnmal falsch eingegeben worden sein. Allerdings seien technisch versierte Gauner in der Lage, diese Code-Sperre auszuhebeln. (uqrl)