Verbraucher vermeiden Dateneingabe beim Zahlungsvorgang

Online-Bezahlverfahren

07.03.2011 - Jeder fünfte Online-Shopper zahlt per Rechnung. Ein möglicher Grund dafür ist, dass 83 Prozent möglichst wenige persönliche Daten beim Zahlungsvorgang eingeben wollen.

Das sind Ergebnisse der Studie "Der Internet-Zahlungsverkehr aus Sicht der Verbraucher (IZV10)", die das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) vorgestellt hat.

Lieber teurer als unsicher: Rechnung am beliebtesten

Demnach haben Verbraucher einen hohen Anspruch an Sicherheit, Kosten, Vertrauen, Verbreitung und Nutzerfreundlichkeit der Zahlungsverfahren im Internet. 

Beispielsweise kauften 44,6 Prozent der Online-Käufer lieber ein teureres Produkt bei einem bekannten Händler als ein günstigeres bei einem Anbieter, bei dem sie sich dafür erneut registrieren müssten. 

Der Studie zufolge nutzen 19,6 Prozent der Verbraucher die Rechnung als Zahlungsmittel, 17,4 Prozent das Lastschrift-Verfahren, 16,1 Prozent PayPal, 14,3 Prozent Vorauskasse und 11,7 Prozent die Kreditkarte. 

Weniger schlechte Erfahrungen beim Online-Shopping

Laut Studie haben die Befragten aktuell weniger negative Erfahrungen mit dem Einkaufen im Internet gemacht als 2008: Der Wert sei in diesem Zeitraum von 64 Prozent auf 40,7 Prozent gesunken.

Nicht einmal jeder Zehnte habe schlechte Erfahrungen mit dem Bezahlen im Internet gemacht. Auch dieser Wert habe 2008 mit 22 Prozent deutlich höher gelegen. 

Der Studie zufolge setzen die Online-Händler im Durchschnitt 4,4 Zahlungsverfahren in ihren Shops ein – in der Annahme, damit alle Präferenzen der User abzudecken. 

Dieser Wert decke sich fast mit der Nutzung verschiedener Zahlungssysteme bei Online-Shoppern: Sie nutzten im Durchschnitt 4,8 Zahlungssysteme beim Kauf im Internet. 

Verbraucher: Lieblings-Zahlverfahren sollte dabei sein

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Nur 12,7 Prozent der Befragten würden keine Waren bestellen, weil der Händler zu wenige Bezahl-Methoden anbietet. 

Wichtig sei, dass das eigene präferierte Zahlungsverfahren darunter sei: Fänden potenzielle Käufer ihre gewünschte Zahlmethode nicht, brechen 37,5 Prozent der Befragten den Zahlungsvorgang laut Studie ab. Sie kauften das gewünschte Produkt dann stationär oder bei einem anderen Online-Händler.

Wenige Verbraucher seien gegenüber fremden Zahlungsmethoden im Internet generell aufgeschlossen: Nur 8,6 Prozent könnten sich dies auf jeden Fall vorstellen, 59,4 Prozent eventuell. (uqrl)

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