10.03.2011 - 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte genau 31.998 Unternehmensinsolvenzen – 2,1 Prozent weniger als 2009.
Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Demnach hatten die Unternehmensinsolvenzen im Krisenjahr 2009 erstmals seit 2003 wieder zugenommen, und zwar gleich um 11,6 Prozent auf 39.320 Fälle. Nun sinke die Zahl der Insolvenzen langsam wieder.
Die Insolvenzen von ehemaligen Selbständigen lagen laut Destatis mit 23.065 Fällen um 6,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Zugenommen hätten 2010 die Verbraucherinsolvenzen: Insgesamt seien 108.798 Fälle verzeichnet worden – 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Schon 2009 habe die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 3,0 Prozent gegenüber 2008 zugenommen.
Die Gesamtzahl aller Insolvenzen habe sich damit 2010 auf 168.458 Fälle belaufen – 3,4 Prozent mehr als 2009.
Die Amtsgerichte hätten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger 2010 auf insgesamt 39 Milliarden Euro beziffert.
Das sei weniger als die Hälfte des Jahres 2009 mit offenen Forderungen im Wert von 85 Milliarden Euro. Dieser hohe Wert könne auf die Insolvenz einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen 2009 zurückgeführt werden. (uqrl)