Neue Spielregeln bei der elektronischen Rechnung

Steuervereinfachungen

Digitale Rechnungen werden unter Mittelständlern immer beliebter. Kein Wunder: Sie sparen Kosten und Aufwand. Rückwirkend zum 1. Juli 2011 hat der Gesetzgeber die rechtlichen Anforderungen an die elektronische Rechnung reduziert. Welche Änderungen sich für Unternehmen ergeben und was sie beachten sollten, lesen Sie hier.

Die Wachstumsrate von elektronischen Rechnungen liegt zwischen 30 und 35 Prozent pro Jahr. Eine Studie des Beratungshauses PwC zeigt, dass schon vier von zehn deutschen Mittelständlern digitale Rechnungen an ihre Lieferanten versenden. Besonders unter Händlern und Dienstleistern ist das elektronische Verfahren beliebt. Die meisten Großkonzerne aus dem Telekommunikationsbereich haben längst darauf umgestellt – hier ist die elektronische Rechnung bereits Standard am Markt.

Elektronische Rechnungen sichern Kostenvorteile

Bei Markteinführungen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oftmals kritischer als große. Die Entwicklung der elektronischen Rechnungsstellung am Markt sei ein wichtiger Punkt für KMU, so Katherina Seitz von der DZ BANK. Die Expertin betreut das Produkt www.VR-Rechnungsservice.de: "Wir gehen davon aus, dass viele kleinere Betriebe erst einmal abwarten wollten, ob sich das elektronische Verfahren überhaupt durchsetzt. Das ist jetzt der Fall. Kleinere und mittlere Unternehmen sollten auf diesen Zug aufspringen, um sich die Kostenvorteile zu sichern und am Markt mitzuspielen."

Die Vorteile des elektronischen Verfahrens liegen auf der Hand: Kleine und mittlere Unternehmen sparen bei Porto- und Materialausgaben. Beispielsweise kann es Skonto-Vorteile kosten, wenn man Papierrechnungen aus dem Postkasten holen, den Eingangsstempel darauf setzen und die Bezahlung anweisen muss.

Ein weiterer Vorteil elektronischer Rechnungen ist ihre Transparenz, weil mehrere Mitarbeiter gleichzeitig auf die Rechnungen zugreifen können: Eine Rechnung muss nicht mehrere Fachabteilungen durchlaufen, bis sie bezahlt wird.

Gerade für kleine Unternehmen sei das elektronische Verfahren der Rechnungsstellung interessant, meint Katherina Seitz: "Die Rechnungsbearbeitung wird in den meisten kleinen Unternehmen oft nebenher erledigt – eine Vollzeitkraft erledigt das Verfahren in den seltensten Fällen. Mit elektronischen Rechnungen beschleunigen kleinere Mittelständler diese Arbeit, weil sie Rechnungen direkt am PC bearbeiten und archivieren. Ein weiterer Vorteil: Wenn Rechnungen später einmal gebraucht werden, findet man sie schneller, als wenn man in drei Ordnern suchen muss."



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